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Ausbildung Fachinformatiker am Niederrhein: Systemintegration oder Anwendungsentwicklung?

Ausbildung Fachinformatiker am Niederrhein: Systemintegration oder Anwendungsentwicklung?

Die Ausbildung Fachinformatiker ist eine dreijährige duale Ausbildung mit IHK-Abschluss: Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule und spezialisierst dich auf eine von vier Fachrichtungen. Die zwei bekanntesten sind Systemintegration (IT-Systeme, Server und Netzwerke aufbauen und betreiben) und Anwendungsentwicklung (Software planen, programmieren, testen). Welche passt, hängt vor allem davon ab, ob du lieber Systeme zum Laufen bringst oder Programme baust.

Was ist ein Fachinformatiker?

Fachinformatiker oder Fachinformatikerin ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit eigener Verordnung. Die aktuelle Ausbildungsverordnung gilt seit dem 1. August 2020 und kennt vier Fachrichtungen:

  • Anwendungsentwicklung: Software für interne und externe Kunden entwickeln.
  • Systemintegration: IT-Systeme und Netzwerke planen, einrichten und betreuen.
  • Daten- und Prozessanalyse: Daten aufbereiten, ihre Qualität sichern und Abläufe digital abbilden.
  • Digitale Vernetzung: Netzwerkinfrastruktur und Schnittstellen zwischen Systemen betreuen, Störungen finden und beheben.

Die Grundlagen lernen alle Fachrichtungen gemeinsam, danach geht jede ihren eigenen Weg, bis hin zur Abschlussprüfung. Einen Überblick über den Beruf gibt auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Systemintegration: Systeme bauen und am Laufen halten

In der Fachrichtung Systemintegration lernst du, IT-Systeme zu planen, einzurichten und zu betreuen: Server, Netzwerke, Cloud, Sicherheit. Die Verordnung nennt dafür »Konzipieren und Realisieren von IT-Systemen«, »Installieren und Konfigurieren von Netzwerken« und »Administrieren von IT-Systemen«.

Bei uns heißt das vor allem: Microsoft-Welt, also Microsoft 365 und Azure. Als Microsoft Solutions Partner begleiten wir Unternehmen aus der Region in die Cloud, und du bist von Anfang an dabei. Typische Aufgaben im Team: bestehende Systeme bei Kunden betreuen, Monitoring, Datensicherung, Firewall und Virenschutz.

Passt zu dir, wenn du gern verstehst, wie Dinge zusammenhängen, und es dich zufrieden macht, wenn am Ende alles läuft.

Anwendungsentwicklung: Software von Grund auf bauen

In der Anwendungsentwicklung lernst du, Software zu entwickeln: Anforderungen verstehen, konzipieren, programmieren, testen. Am Ende steht ein Programm, das jemand wirklich benutzt.

Bei uns schreibst du Code für echte Kundenprojekte, mit C#, ASP.NET Core, React und TypeScript, im selben Team, das auch unsere eigenen Produkte entwickelt. Was dieses Team sonst baut, steht auf der Seite zur Softwareentwicklung.

Passt zu dir, wenn du gern knobelst, logisch denkst und es dich nicht stört, dass ein Fehler manchmal eine Stunde Suche bedeutet.

Grafik: Systemintegration und Anwendungsentwicklung im Vergleich. Systemintegration: Arbeit an Servern, Netzwerken und Cloud, bei validdata mit Microsoft 365 und Azure, Abschlussprojekt höchstens 40 Stunden, passt, wenn du Systeme zum Laufen bringen willst. Anwendungsentwicklung: Arbeit an Software, Apps und Schnittstellen, bei validdata mit C#, ASP.NET Core, React und TypeScript, Abschlussprojekt höchstens 80 Stunden, passt, wenn du gern knobelst und Programme baust.
Systemintegration und Anwendungsentwicklung auf einen Blick.

Und die anderen beiden Fachrichtungen?

Digitale Vernetzung und Daten- und Prozessanalyse sind seit 2020 dabei und weniger bekannt, aber genauso ein Weg in die IT.

Digitale Vernetzung ist für alles, was zwischen den Systemen passiert. Bei uns reicht das von der WLAN-Planung über Firewalls bis zur Telefonie. Daten- und Prozessanalyse ist für alle, die gern Muster erkennen: Mit Werkzeugen wie Power BI baust du aus Kundendaten Auswertungen, mit denen Geschäftsführungen arbeiten. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Beitrag zu Power BI im Mittelstand.

Lieber kaufmännisch? Dann schau dir die IT-Kaufleute an: IT-System-Management oder Digitalisierungsmanagement. Auch die bilden wir aus.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual: Du arbeitest im Betrieb und gehst zur Berufsschule. Die Abschlussprüfung legst du vor der IHK ab, in zwei Teilen.

  • Start: Bei uns ist Ausbildungsbeginn der 1. August.
  • Berufsschule: Für Anwendungsentwicklung und Systemintegration ist in der Regel das Berufskolleg Bocholt-West zuständig, von Dingden aus keine Viertelstunde. In den ersten beiden Jahren hast du zwei Berufsschultage pro Woche, im dritten Jahr einen.
  • Prüfung Teil 1: im vierten Ausbildungshalbjahr, also nach etwa der Hälfte. Er zählt 20 Prozent der Gesamtnote.
  • Prüfung Teil 2: am Ende der Ausbildung, mit einer betrieblichen Projektarbeit aus deinem echten Arbeitsalltag. Abgenommen wird die Prüfung von der Niederrheinischen IHK.
  • Verkürzen: Bei guten Leistungen oder passender Vorbildung geht es auch in zweieinhalb oder zwei Jahren.

Ein Unterschied zwischen den Fachrichtungen steckt im Abschlussprojekt: Für die Projektarbeit in der Systemintegration sieht die Verordnung höchstens 40 Stunden vor, in der Anwendungsentwicklung höchstens 80 Stunden. Software zu bauen und zu dokumentieren dauert einfach länger. Details zu Prüfung und Gewichtung erklärt etwa die IHK Düsseldorf.

Grafik: Drei Jahre Ausbildung im Überblick. 1. August: Start der Ausbildung. Jahr 1 und 2: zwei Berufsschultage pro Woche. 4. Halbjahr: Prüfung Teil 1, zählt 20 Prozent. Jahr 3: ein Berufsschultag pro Woche. Ende Jahr 3: Prüfung Teil 2 mit betrieblicher Projektarbeit vor der IHK.
Der Ablauf der Ausbildung, von August bis zur Abschlussprüfung.

Uns hat damals jemand was zugetraut. Das geben wir gerne weiter.

Was erwartet dich als Azubi bei validdata?

Du arbeitest vom ersten Tag an in echten Projekten für echte Kunden aus der Region mit. Ausgebildet wird bei uns, seit es uns gibt.

Die kurze Geschichte dazu: 2004 fing bei uns ein Azubi namens Henrik an, 2006 einer namens Maurice. Heute sind die beiden Geschäftsführer und Inhaber. Sie wissen aus erster Hand, was eine gute Ausbildung ausmacht und was nicht.

  • Sechs IHK-Berufe: Fachinformatik in vier Fachrichtungen und zwei IT-Kaufleute-Berufe, dazu zwei duale Studiengänge mit der Westfälischen Hochschule in Bocholt.
  • Standort: Hamminkeln-Dingden, zwischen Bocholt und Wesel. Grüne Landstriche statt Betonkulisse.
  • Mehr Abschluss nebenbei: Am Berufskolleg Bocholt-West kannst du unter bestimmten Voraussetzungen parallel zur Ausbildung die Fachoberschulreife oder die Fachhochschulreife erwerben.
  • Danach: Wir bilden aus, weil wir wachsen, nicht um Lücken zu stopfen. Eine Garantie gibt es nirgends, aber wer gut zu uns passt, soll bleiben.

Was brauchst du für die Bewerbung?

Für die Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, und wir schauen nicht zuerst aufs Zeugnis. Wichtiger ist, dass du dich für IT interessierst und Lust hast, dich reinzuarbeiten.

Die Bewerbung läuft über den Karrier-o-Mat: ein paar Angaben, rund drei Minuten, kein Anschreiben. Danach melden wir uns, und wenn es passt, lernen wir uns kennen. Die meisten Bewerbungen kommen im Herbst und Winter vor dem Ausbildungsjahr, je früher, desto besser die Chancen auf deinen Wunschplatz.

Unsicher, welche Richtung passt? Genau dafür ist ein Gespräch da. Oder du kommst erst für ein Praktikum vorbei. Alle Infos stehen auf unserer Seite Ausbildung & Studium und unter Karriere.

Häufige Fragen zur Ausbildung als Fachinformatiker

Wie lange dauert die Ausbildung zum Fachinformatiker?

Regulär drei Jahre. Bei guten Leistungen oder passender Vorbildung kann die Ausbildung auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzt werden. Das klärst du mit dem Ausbildungsbetrieb und der IHK.

Was ist der Unterschied zwischen Systemintegration und Anwendungsentwicklung?

In der Systemintegration geht es um IT-Systeme: Server, Netzwerke, Cloud und Sicherheit planen, einrichten und betreuen. In der Anwendungsentwicklung baust du Software, vom Verstehen der Anforderungen bis zum Testen. Auch die Abschlussprojekte unterscheiden sich: höchstens 40 Stunden in der Systemintegration, höchstens 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Gesetzlich ist für die Ausbildung kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Manche Betriebe setzen trotzdem einen bestimmten Abschluss voraus, wir schauen eher auf dein Interesse an IT. Für ein duales Studium brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, also in der Regel Fachhochschulreife oder Abitur.

Wo ist die Berufsschule?

Für Anwendungsentwicklung und Systemintegration ist bei uns in der Regel das Berufskolleg Bocholt-West zuständig. Die kaufmännischen IT-Berufe werden am Berufskolleg am Wasserturm in Bocholt beschult, je nach Fachklassenbildung kann es auch das Berufskolleg Wesel sein. Das klären wir vor Vertragsschluss.

Wann sollte ich mich bewerben?

Ausbildungsbeginn ist bei uns der 1. August. Die meisten Bewerbungen kommen im Herbst und Winter davor. Auch kurzfristig lohnt sich die Frage: Meld dich, wir sagen dir, was noch geht.

Kann ich erst ein Praktikum machen?

Ja. Wir bieten Schülerpraktika, Pflichtpraktika für Berufskolleg und Hochschule sowie freiwillige Praktika an. Du begleitest ein Team aus Entwicklung, Systemtechnik oder Consulting und packst bei echten Kundenprojekten mit an.

Erstellt mit KI-Unterstützung, Überarbeitung sowie Freigabe von David Lensing. [Wie wir mit KI arbeiten →]

Oliver
Frank
Andreas

Oliver, Frank und Andreas

Eure Ansprechpartner

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Bewirb dich in rund drei Minuten über den Karrier-o-Mat, ohne Anschreiben. Du hast vorher Fragen zur Ausbildung? Dann melde dich hier bei uns.

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